Mit einer interaktiven Bilderserie wollte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger offenbar ihre außenpolitischen Schwerpunkte präsentieren. Auf der ersten Grafik heißt es: „Such dir eine Flagge aus.“ Zur Auswahl stehen China, Portugal, die Ukraine, die Europäische Union, Montenegro und Kanada.
In den folgenden Slides versieht Meinl-Reisinger die einzelnen Länder und die EU mit kurzen politischen Botschaften. Zur Ukraine heißt es etwa: „Verteidigen unsere Freiheit & Sicherheit in ganz Europa“, zu Portugal: „Künftig wichtiger Partner im UNO-Sicherheitsrat“, zu China: „Sind gerade am Weg dorthin. Verfolge meine Stories, um nichts zu verpassen!“ – und zur Europäischen Union: „Hat das Potenzial zur Weltmacht. Nutzen wir es!“
Kanada plötzlich als EU-Thema
Besonders schräg wird das Flaggen-Spiel auf dem letzten gezeigten Slide. Ganz oben steht Kanada mit der Botschaft: „60 % der Kanadierinnen & Kanadier würden einen EU-Beitritt befürworten.“ Warum die Außenministerin ausgerechnet dieses Gedankenspiel aufgreift, bleibt offen. Denn Kanada ist kein europäischer Staat und damit auch kein regulärer Kandidat für einen EU-Beitritt. Konkrete politische Pläne für einen Beitritt des nordamerikanischen Landes gibt es ebenfalls nicht.
Auch Montenegro kommt in der Serie vor. Das Balkanland wird von Meinl-Reisinger mit den Worten beschrieben: „Wird hoffentlich bald das jüngste Mitglied der EU-Familie werden.“ Im Gegensatz zu Kanada ist Montenegro tatsächlich offizieller Beitrittskandidat.

Kommentare
Lädt Kommentare...