Die neue INSA-Umfrage im Auftrag des exxpress zeigt ein deutliches Bild: Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers liegt Herbert Kickl mit 31 Prozent klar an der Spitze. Dahinter folgt Christian Stocker mit 18 Prozent. Andreas Babler kommt nur auf 12 Prozent – und landet damit weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Doch es kommt noch dicker.

Klare Kräfteverhältnisse: Kickl liegt mit 31 Prozent deutlich vor Stocker (18) und Babler (12).
Klare Kräfteverhältnisse: Kickl liegt mit 31 Prozent deutlich vor Stocker (18) und Babler (12).

Babler verliert sogar eigene Wähler

Besonders brisant: Selbst in der eigenen Wählerschaft kann Babler nicht überzeugen. Nur 43 Prozent der SPÖ-Wähler würden ihn direkt zum Kanzler wählen. Mit anderen Worten: Mehr als die Hälfte der eigenen Anhänger steht nicht hinter ihm. Solche Umfragewerte sind ein Offenbarungseid.

Zum Vergleich: Kickl erhält 82 Prozent der FPÖ-Wähler, Stocker kommt immerhin auf 67 Prozent bei der ÖVP.

Schwacher Rückhalt: Nur 43 Prozent der SPÖ-Wähler würden Babler direkt zum Kanzler wählen – deutlich weniger als bei Kickl und Stocker.
Schwacher Rückhalt: Nur 43 Prozent der SPÖ-Wähler würden Babler direkt zum Kanzler wählen – deutlich weniger als bei Kickl und Stocker.

Kickl mit klarer Führungsrolle

Während Babler schwächelt, zeigt sich bei der FPÖ ein geschlossenes Bild. Kickl mobilisiert seine Wähler deutlich stärker und profitiert von hoher Geschlossenheit. Das verschafft ihm einen klaren Vorsprung im direkten Vergleich.

Große Unzufriedenheit in Österreich

Auffällig ist noch ein anderer Wert: 39 Prozent der Befragten – und das ist die Mehrheit – würden keinen der drei Kandidaten wählen. Das zeigt eine breite Unzufriedenheit – und ein großes offenes Feld.

Besonders problematisch ist das Ergebnis aber für den SPÖ-Chef: schwache Gesamtwerte und fehlender Rückhalt im eigenen Lager. Für Andreas Babler ist das ein klares Warnsignal und ein politisches Debakel.