Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ an Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) liefert neue Zahlen zur Jugendkriminalität im Bereich der Suchtgiftdelikte. Demnach wurden im Jahr 2025 österreichweit 3.137 minderjährige Tatverdächtige registriert. Davon waren 2.019 österreichische Staatsbürger, 1.118 hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das entspricht einem Anteil von rund 36 Prozent.
Ausgangspunkt der Anfrage war ein in Kärnten festgenommener minderjähriger Syrer, dem Drogenhandel vorgeworfen wird. Die Freiheitlichen wollten unter anderem wissen, welchen Aufenthaltsstatus der Beschuldigte hat, seit wann er sich in Österreich befindet, ob Vorstrafen bestehen und ob bereits eine Abschiebung geprüft wurde.
Karner verweigert dazu jedoch weitgehend die Auskunft. Er verweist auf den Datenschutz sowie auf laufende Ermittlungen. Angaben zum Aufenthaltsstatus, zu allfälligen Vorstrafen oder zu aufenthaltsbeendenden Maßnahmen könnten deshalb nicht gemacht werden. Auch Details zu möglichen Mittätern oder zur sichergestellten Suchtgiftmenge bleiben unter Verschluss.
Konsequenzen werden konsequent geprüft
Für Kärnten enthält die Anfragebeantwortung ebenfalls eine Aufschlüsselung nach Staatsangehörigkeiten. Die meisten minderjährigen Tatverdächtigen waren 2025 österreichische Staatsbürger (216). Unter den ausländischen Nationalitäten finden sich unter anderem Syrer (9), Slowenen (7), Deutsche (5), Ungarn (3) sowie Bosnier und Kroaten mit jeweils zwei registrierten Tatverdächtigen.
Das Innenministerium betont, bei straffälligen Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten würden fremdenrechtliche Konsequenzen konsequent geprüft. Gleichzeitig verweist das Ressort auf Präventionsprogramme wie „UNDER18“ und „Look@your.Life“, die Jugendliche frühzeitig vor einer Einbindung in die Suchtgiftkriminalität schützen sollen.

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