Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) kündigte an, dass Personen im laufenden Asylverfahren, in der Grundversorgung oder mit subsidiärem Schutz die volle Prämie von 3000 Euro erhalten können. Anerkannte Asylberechtigte bekommen künftig 1500 Euro – bisher waren es 1000 Euro.
Freiwillige Rückkehr statt Abschiebung
Seit dem Machtwechsel in Syrien vor rund eineinhalb Jahren sind laut Innenministerium bereits etwa 2000 Syrer aus Österreich zurückgekehrt. Karner betonte, dass freiwillige Rückkehr nicht nur humaner, sondern auch deutlich günstiger sei als Abschiebungen. Um möglichst viele Betroffene zu erreichen, soll umfassend über die neue Prämienaktion informiert werden.
FPÖ kritisiert „Heimreise-Bonus“
Scharfe Kritik kommt von der FPÖ. Sicherheitssprecher Gernot Darmann warnt vor hohen Kosten für die Steuerzahler. Angesichts von rund 105.000 Syrern in Österreich könne die Maßnahme im Extremfall hunderte Millionen Euro kosten. Während viele Menschen unter Teuerung und Sparmaßnahmen leiden würden, sei ein solcher „Heimreise-Bonus“ schwer vermittelbar, so die Freiheitlichen.
Tausende Verfahren neu geprüft
Seit dem Sturz des Assad-Regimes wurden in Österreich rund 13.000 Schutzverfahren syrischer Staatsangehöriger neu bewertet. Bei etwa 4400 Personen wurde der Schutzstatus herabgesetzt oder aufgehoben. Gleichzeitig wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 7000 Personen außer Landes gebracht. Laut Polizeidirektor Michael Takacs verliefen die meisten Maßnahmen problemlos, in rund 400 Fällen kam es jedoch zu Widerstand oder besonderen Sicherheitsproblemen.

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