Nach den Schüssen beim White House Correspondents’ Dinner in Washington geraten die Sicherheitsbehörden zunehmend unter Druck. Neue Details deuten auf gravierende Mängel bei den Vorkehrungen rund um die hochkarätige Veranstaltung hin.
Demnach sollen die Kontrollen am Eingang des Washington Hilton Hotels überraschend lax gewesen sein. Laut Berichten reichte es aus, einen Screenshot der Einladung vorzuzeigen, um Zutritt zu erhalten. Eine Ausweiskontrolle fand offenbar nicht statt – selbst grundlegende Sicherheitsmaßnahmen wie das Ablegen von Jacken wurden demnach nicht konsequent durchgeführt.

Gleichzeitig demonstrierten vor dem Gebäude zahlreiche, teils aggressive Gegner von Donald Trump. Dennoch gelang es dem mutmaßlichen Täter, dem 31-jährigen Cole A. aus Kalifornien, die Sicherheitsschleusen zu durchbrechen. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Sicherheitskräfte zunächst zögerlich reagieren, obwohl sie den Angreifer bemerken.
Vance schneller evakuiert
Auch während der Schüsse zeigte sich offenbar ein uneinheitliches Bild: Während das Sicherheitsteam von Vizepräsident JD Vance sofort reagierte und ihn rasch in Sicherheit brachte, wirkte der Schutz von Präsident Trump zeitweise abwartend. Vance wurde deutlich schneller evakuiert.
Der Vorfall erinnert an frühere Kritik am Secret Service. Bereits nach dem Attentat auf Trump im Juli 2024 wurden schwere Versäumnisse öffentlich diskutiert. Auch damals standen mangelhafte Absicherung und chaotische Abläufe im Fokus.
Zwar wurde der Angreifer diesmal gestoppt und es gab keine Todesopfer, doch der Vorfall wirft erneut die Frage auf, wie sicher selbst streng bewachte Veranstaltungen tatsächlich sind.

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