Konkret geht es um KI-Chatbots, die ähnlich wie ChatGPT oder Gemini direkt über WhatsApp genutzt werden können. Meta hatte diese Anbieter zunächst ausgesperrt und später mit zusätzlichen Gebühren belegt. Aus Sicht der EU kam das allerdings einer versteckten Blockade gleich.

Saftige Strafe droht

Jetzt zieht Brüssel die Notbremse: Meta muss die umstrittene Gebühr innerhalb von fünf Werktagen abschaffen. Andernfalls droht dem Konzern eine saftige Strafe von bis zu zehn Prozent seines weltweiten Jahresumsatzes.

Kampf um die KI-Milliarden

Hinter dem Streit steckt das boomende Geschäft mit künstlicher Intelligenz. Immer mehr Unternehmen setzen auf Chatbots, die Kundenanfragen beantworten, Produkte verkaufen oder Serviceleistungen übernehmen. Meta betreibt mit WhatsApp eine der größten Plattformen der Welt – und hat gleichzeitig einen eigenen KI-Assistenten in die App eingebaut. Kritiker werfen dem Konzern laut ORF deshalb vor, die Konkurrenz auszubremsen und den eigenen KI-Diensten einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

Sorge um Europas KI-Firmen

Besonders alarmiert zeigte sich die EU-Kommission wegen möglicher Nachteile für europäische Entwickler. Würden konkurrierende Anbieter dauerhaft benachteiligt, könnten viele kleinere KI-Unternehmen vom Markt verschwinden, befürchtet Brüssel. Für Meta kommt die Entscheidung zur Unzeit. Der Konzern investiert derzeit Milliarden in den KI-Wettlauf und will mit seinen eigenen Diensten gegen ChatGPT, Gemini und andere Anbieter bestehen. Ob Meta die Forderungen akzeptiert oder den nächsten Rechtsstreit mit Brüssel riskiert, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Im milliardenschweren KI-Krieg zieht die EU jetzt jedenfalls  die Daumenschrauben an.