Den 1. Mai feierte die FPÖ wie gewohnt im Bierzelt am Linzer Urfahraner Markt – und Kickl lieferte, was seine Anhänger erwarten. Der FPÖ-Chef holte zum Rundumschlag aus: Der ORF, der zuletzt mit dem Slogan „ORF – wie wir” geworben hatte, beherberge „triebgesteuerte Lustmolche”, „Koksnasen” und „Freimaurer-Logen, die sich gegenseitig die Geschäfte zuschanzen”. Kickls Antwort auf den ORF-Slogan war knapp: „Sicher nicht. So sind wir nicht.” Und sein Fazit: „Wir brauchen keine Propaganda-Orgel.”
Ohrfeige „hat auch niemandem geschadet"
Kickl schwelgte auch in Erinnerungen an die „guten alten Zeiten” – die man zu den „guten neuen Zeiten” machen müsse. Damals hätten Lehrer, die noch echte „Respektspersonen” gewesen seien, bei unfolgsamen Schülern noch „bisserl nachgeholfen” – eine Handbewegung ließ keinen Zweifel daran, was er damit meinte. „Und das hat auch niemandem geschadet, wenn ich es einmal so sagen darf”, so Kickl.
Regierung soll Weg für Neuwahlen freimachen
Auch die Koalition bekam ihr Fett weg. Die Regierung sei die „Fundamentalopposition gegen die eigene Bevölkerung”, so Kickl. Wenn sie auch nur „einen Funken Anstand hätte”, würde sie den Weg für Neuwahlen freimachen.

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