Es war ein Satz, der nach dem dritten Attentatsversuch auf Donald Trump eine ganz andere Dimension bekommen hat. In einem Parodiemonolog am Donnerstag vor dem White House Correspondents Dinner sagte Jimmy Kimmel mit Blick auf die First Lady: „Mrs. Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe.” Zwei Tage später drang ein bewaffneter Mann in den Ballsaal des Dinners ein – mit Schrotflinte, Pistole und mehreren Messern. Melania Trump saß zu diesem Zeitpunkt neben ihrem Mann am Haupttisch und musste sich auf Anweisung der Secret-Service-Agenten von der Bühne wegbewegen. Weniger als zwei Stunden nach dem Vorfall stand sie an der Seite des Präsidenten im Presseraum des Weißen Hauses – den Tränen nahe.
„Hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik"
In einem Posting auf X ließ Melania Trump kein gutes Haar an dem Moderator. „Kimmels hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik zielt darauf ab, unser Land zu spalten. Sein Monolog über meine Familie ist keine Komödie – seine Worte sind zerstörerisch und vertiefen die politische Krankheit in Amerika”, schrieb sie. Kimmel verstecke sich „hinter ABC”, weil er wisse, dass der Sender ihn weiter schützen werde. „Genug ist genug. Es ist Zeit, dass ABC Stellung bezieht”, so die First Lady.
Trump fordert: „Sofort entlassen"
Auch der Präsident meldete sich auf Truth Social zu Wort – und legte nach. „Jimmy Kimmel sollte sofort von Disney und ABC entlassen werden”, schrieb Trump. Er erinnerte daran, dass Kimmel in seiner Show ein gefälschtes Video gezeigt hatte, in dem Melania und Sohn Barron so dargestellt wurden, als säßen sie im Studio.
„Einen Tag später versuchte ein Verrückter, in den Ballsaal einzudringen – bewaffnet mit einer Schrotflinte, einer Pistole und zahlreichen Messern”, schrieb Trump weiter. Der mutmaßliche Attentäter, der 31-jährige Cole Allen, wurde festgenommen und wegen versuchten Mordes am Präsidenten angeklagt.
Nicht das erste Mal
Für Kimmel ist es nicht der erste Skandal dieser Art. Im September 2025 wurde er nach Kommentaren zur Ermordung von Charlie Kirk vorübergehend aus dem Programm genommen – ABC setzte seine Show für eine Woche aus. Bei seiner Rückkehr entschuldigte er sich nicht, sagte jedoch, es sei „nie seine Absicht” gewesen, den Mord „auf die leichte Schulter zu nehmen”. Trump war damals schon empört, dass ABC ihm seinen Job zurückgab. ABC äußerte sich auch diesmal nicht zu den Vorwürfen.

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