Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält an seinem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman, sagte er, die Führung in Teheran sei „dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden”.

„Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.“ Wie genau dies gelingen soll, ließ er offen.

Machtwechsel im Iran: Skepsis bei Experten

Zu Beginn des Kriegs hatte US-Präsident Donald Trump die iranische Bevölkerung noch ermutigt, ihre Führung zu stürzen. Später äußerte er sich zu dem Thema nicht mehr. Auch Netanjahu forderte die Menschen im Iran mehrfach dazu auf, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Beobachter in Israel mutmaßten, dass Israel der Sturz der Führung in Teheran wichtiger sei als den USA. Seit einiger Zeit – vor allem seit Beginn der Waffenruhe am 8. April – erwähnte Netanjahu einen Machtwechsel im Iran jedoch nicht mehr.

Iran-Experten sind skeptisch, ob die iranische Führung während des Kriegs gestürzt werden kann. Als Gründe führen sie an, dass die iranische Opposition nicht geeint ist. Zudem sei nicht erkennbar, dass die Elite oder die Revolutionsgarden gespalten sind.