Ab 2027 sollen Barzahlungen über 10.000 Euro nicht mehr erlaubt sein. Zusätzlich greift bereits ab 3.000 Euro eine umfassende Identifikationspflicht. Für die Freiheitlichen ist klar: Das gehe weit über den Kampf gegen Geldwäsche hinaus.
„Generalverdacht gegen alle“
FPÖ-Wirtschaftssprecherin Barbara Kolm sieht hinter der Maßnahme einen grundlegenden Kurswechsel. „Was hier als Sicherheitsmaßnahme verkauft wird, ist ein massiver Eingriff in die unternehmerische und persönliche Freiheit“, kritisiert sie.
Besonders stößt ihr der Ansatz der EU auf: „Mit dieser Regelung werden Unternehmer pauschal unter Generalverdacht gestellt.“ Statt gezielt gegen Kriminalität vorzugehen, treffe man damit vor allem rechtschaffene Bürger und Betriebe.
Mehr Kontrolle, mehr Bürokratie
Die neuen Vorschriften bringen weitreichende Folgen mit sich. Unternehmen müssen künftig Kundendaten erfassen, speichern und bei Verdacht sogar melden. „Viele Betriebe werden aus Angst vor Strafen lieber zu viel melden als zu wenig“, warnt Kolm. Für die FPÖ ist klar: Bargeld verliere damit zunehmend seine Bedeutung.
Die Verantwortung für die Zustimmung zur Regelung sieht die FPÖ bei der Bundesregierung. Der Vorwurf: Österreich habe seine bisherige Bargeldfreiheit aufgegeben – und damit ein Stück wirtschaftlicher Eigenständigkeit.

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