Aus Sicht Landbauers müsse der Erwerb der Staatsbürgerschaft künftig deutlich erschwert werden. Statt wie bisher nach zehn Jahren soll ein rot-weiß-roter Pass erst nach 20 Jahren legalen Aufenthalts möglich sein. Für ehemalige Asylwerber, Geduldete oder illegale Migranten dürfe es überhaupt keinen Weg zur Staatsbürgerschaft geben. Asyl sei lediglich Schutz auf Zeit und keine Eintrittskarte für eine dauerhafte Niederlassung in Österreich, so seine Argumentation.

Knallhart-Ansage

Besonders deutlich wurde Landbauer im Gespräch mit Heute bei der Frage nach syrischen Flüchtlingen. Nach dem politischen Umbruch in Syrien sollten diese aus seiner Sicht zum Wiederaufbau ihres Heimatlandes zurückkehren. Seine klare Ansage: „Kein Syrer sollte mehr in Österreich bleiben dürfen.“

Abrechnung mit der Regierung

Der FPÖ-Politiker nutzt die Debatte auch für eine Generalabrechnung mit der Bundesregierung. Die aktuelle Koalition habe bewiesen, dass sie die Probleme des Landes nicht lösen könne. Landbauer fordert daher indirekt Neuwahlen und wirft der Regierung Versagen in zentralen Politikfeldern vor.

Niederösterreich ist anders

Gleichzeitig verweist der blaue Vize-Landeschef auf die seiner Meinung nach erfolgreiche FPÖ-Handschrift in Niederösterreich. Als Beispiele nennt er den Wegfall der ORF-Landesabgabe, strengere Asylregeln, die Sachleistungskarte für Asylwerber sowie Maßnahmen gegen politischen Islam und Gendern.

Maximale Abgrenzung

Mit seinen Forderungen positioniert sich Landbauer einmal mehr als einer der schärfsten Verfechter eines harten Migrationskurses innerhalb der FPÖ – und setzt bereits zwei Jahre vor der nächsten Landtagswahl auf maximale Abgrenzung in der Asylpolitik.