Zum Auftakt der Kampagne attackierte FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp gemeinsam mit Klubobmann Maximilian Krauss die rot-pinke Koalition scharf. „Wien braucht dringend einen echten Kurswechsel“, erklärte Nepp bei einer Pressekonferenz. Die Stadtregierung habe „völlig die Kontrolle verloren“, so der FPÖ-Chef. Im Zentrum der Kritik steht vor allem die Finanzpolitik der Stadt. Nepp sprach von einem „wirtschaftspolitischen Wahnsinn auf Kosten unserer Kinder und Enkel“ und verwies auf das hohe Budgetdefizit sowie die steigende Verschuldung Wiens.

Sicherheit und Integration im Fokus

Neben wirtschaftlichen Themen griff die FPÖ auch die Sicherheits- und Integrationspolitik der Stadt an. Nepp warnte vor zunehmender Gewaltkriminalität und verwies auf steigende Zahlen bei jugendlichen Straftätern. „Heute müssen die Menschen Angst vor Messerstechereien und Macheten-Männern mitten am Tag haben“, erklärte der FPÖ-Politiker. Zudem kritisierte er einen angeblichen Personalmangel bei der Polizei. Auch im Bildungsbereich ortet die Partei massive Probleme. Krauss sprach von einem „Bildungskollaps“ und warf der Stadtregierung vor, frühere Versprechen nicht eingehalten zu haben.

Mit Leberkäse direkt zu den Bürgern

Mit der Bezirks-Tour setzt die Wiener FPÖ bewusst auf Bürgernähe und symbolträchtige Wahlkampfaktionen. Der Leberkäse-Truck soll künftig in allen 23 Wiener Bezirken Halt machen und den direkten Austausch mit den Menschen ermöglichen. „Während sich Ludwig im Rathaus verschanzt, gehen wir hinaus zu den Menschen“, sagte Nepp. Die Aktion zeigt zugleich, wie stark die Parteien bereits jetzt auf den kommenden Wiener Wahlkampf fokussieren. Dabei setzt die FPÖ auf eine Mischung aus zugespitzter Kritik, Sicherheitsdebatten und volksnahen Inszenierungen — inklusive klassischem Leberkäse als politischem Symbol für Nähe zum „kleinen Mann“.