Das bestätigte eine Sprecherin des Europa-Forums auf Anfrage der APA einen Bericht der Presse (Dienstag). Als Begründung für die frühere Abreise seien “dringende Verpflichtungen in Budapest” angegeben worden.
Magyar zu Besuch in Wien
Magyar trifft am Donnerstagvormittag in Wien Bundeskanzler Christian Stocker und Europaministerin Claudia Bauer (beide ÖVP). Geplant ist auch ein Besuch bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Wie die Presse berichtete, sei aus dem Programm außerdem ein Termin bei der Wirtschaftskammer (WKO) gestrichen worden. Stattdessen wird Magyar nach dem Treffen mit Stocker bei einem Mittagessen mit hochrangigen Vertretern österreichischer Unternehmen zusammenkommen, die in Ungarn tätig sind. Der ungarische Ministerpräsident, der zuvor Polen besucht, wird von mehreren Ministern begleitet, darunter Vizeministerpräsidentin und Außenministerin Anita Orbán, die auch ihre Amtskollegin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) treffen soll.
"Ein Aufatmen geht durch Europa"
Magyar sollte auf dem Europa-Forum in einer englischsprachigen Rede die Rückkehr Ungarns in die europäische Gemeinschaft skizzieren und auch auf die Frage eingehen, wie Europa mit Russland umgehen sollte. “Ein Aufatmen geht durch Europa – mit dem Ende der Ära Orbán schreibt Ungarn sein nächstes Kapitel”, war der Auftritt Magyars im Vorfeld angekündigt worden. Die Teilnahme des neuen ungarischen Premiers war erst am Freitag bekanntgegeben worden.
Der neue ungarische Premier hatte mit seiner Partei TISZA am 12. April einen triumphalen Sieg gegen seinen seit 2010 mit überwältigender Mehrheit regierenden Vorgänger Viktor Orbán und dessen Fidesz errungen. TISZA hat nun 141 von 199 Sitzen im Parlament inne.
Bundeskanzler Stocker wird am Abschlusstag des Europa-Forums seine Sicht auf die außenpolitische Doktrin Österreichs für die kommenden 30 Jahre vorstellen und darüber mit dem ehemaligen NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprechen. Stocker hält zwar ebenso wie sein Vorgänger Karl Nehammer (ÖVP) an der Neutralität fest, weist aber zugleich darauf hin, dass diese keinen Schutz bietet und Österreich auch kein blinder Fleck auf der Sicherheitslandkarte Europas bleiben dürfe.

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