Künftig wird das Land keine neuen Stipendien mehr an angehende Mediziner vergeben. Als Begründung wird angeführt, dass die Spitäler derzeit ausreichend besetzt seien.

Aus dem Umfeld von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil heißt es zudem, dass perspektivisch eigene Ausbildungsmöglichkeiten im Burgenland geschaffen werden sollen.

Die aktuell rund 170 geförderten Studierenden bleiben jedoch abgesichert: Ihre Unterstützung läuft bis zum Abschluss unverändert weiter.

Kosten steigen – Prioritäten verschieben sich

Auch finanzielle Überlegungen spielten eine zentrale Rolle. Im Jahr 2025 wurden 416.000 Euro für die Stipendien aufgewendet, für 2026 waren bereits 684.000 Euro eingeplant. Eine Belastung für den Haushalt.

Während diese Förderung entfällt, hält das Land an anderen Maßnahmen fest. Das Ärztegehaltspaket für die Spitäler bleibt bestehen, ebenso die Förderung von gewidmeten Studienplätzen.

Anders sieht es im niedergelassenen Bereich aus: Zuschüsse für Landarztpraxen werden ebenfalls gestrichen. Die Verantwortung für die Besetzung von Kassenstellen liege bei der Österreichischen Gesundheitskasse, argumentiert das Land.

Politische Kritik – Sorge um die Versorgung

Die Entscheidungen stoßen jedoch auf Widerstand. Vertreter der Opposition warnen vor den möglichen Folgen für die Gesundheitsversorgung, insbesondere im ländlichen Raum.

Der FPÖ-Abgeordnete Rudolf Smolej sieht die Streichung der Stipendienplätze kritisch und spricht von wachsender Verunsicherung in der Bevölkerung.