Die FPÖ wollte wissen, warum der Verein „Schwarze Frauen Community“ Bundesförderungen erhält. In einer parlamentarischen Anfrage hinterfragten die Freiheitlichen unter anderem die Höhe der Förderungen, deren Kontrolle sowie mögliche Doppelgleisigkeiten. Nun hat Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) die Anfrage beantwortet.

Aus der Beantwortung geht hervor, dass der Verein seit 2020 insgesamt 203.734 Euro aus Mitteln des Frauenressorts erhalten hat. Während die jährlichen Förderungen zunächst zwischen 8.100 und 13.674 Euro lagen, stiegen sie 2024 auf 55.000 Euro an. Auch für 2025 und 2026 wurden jeweils 55.000 Euro bewilligt. Die Mittel dienen laut Ministerium der „Frauenberatung und Empowerment Schwarzer Frauen und Mädchen“.

„Herzstück“ der Versorgungslandschaft

Holzleitner betont, Frauen- und Mädchenberatungsstellen seien ein „Herzstück“ der österreichischen Versorgungslandschaft. Die Förderungen würden auf gesetzlichen Grundlagen sowie nationalen, europäischen und völkerrechtlichen Verpflichtungen beruhen und der Chancengleichheit, Gewaltprävention sowie dem Gewaltschutz dienen. Laut Ministerium seien 2024 mehr als 120.000 Frauen und Mädchen beraten worden, über 98 Prozent der Beratungen seien erfolgreich abgeschlossen worden.

Zugleich räumt das Ressort ein, dass für mehrere von der FPÖ abgefragte Details – etwa Antrags- oder Genehmigungsdaten sowie eingeworbene Drittmittel – keine automatisierten Auswertungen vorliegen. Die Verwendung der Fördergelder werde jedoch über verpflichtende inhaltliche und finanzielle Berichte sowie Förderkontrollen überprüft.