Auf der Plattform X zeigte sich die Außenministerin erfreut über das angekündigte Abkommen. Dieses sei „gut für die Region, gut für Europa, gut für Österreich“. Nun müsse die Vereinbarung aber auch tatsächlich unterzeichnet werden. Zudem pochte sie auf eine offene Straße von Hormus, freie Schifffahrt und weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Österreich und Wien stünden bereit, einen solchen Prozess zu unterstützen.
Kommentar löste Shitstorm aus
Dabei kommt die Jubelmeldung zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Erst vor wenigen Monaten hatte Meinl-Reisinger einen regelrechten Shitstorm ausgelöst. Damals erklärte sie in einem Video, Österreich habe bei den Vertretern der USA, Israels und des Irans eine 48-stündige Feuerpause angeregt, um österreichische Staatsbürger aus der Krisenregion ausfliegen zu können. Der
Shitstorm Gegen Meinl Reisinger Heftige Kritik Nach Forderung An Usa Und Iran
berichtete.
„Außenministerin der ganzen Welt“
In den sozialen Medien wurde die Initiative damals teilweise verspottet. Kritiker fragten süffisant, ob die Großmächte tatsächlich auf einen Anruf aus Wien gewartet hätten. Andere machten sich über die diplomatischen Ambitionen der Ministerin lustig und warfen ihr vor, sich als „Außenministerin der ganzen Welt“ zu sehen. Gleichzeitig gab es Vorwürfe, Österreich habe bei der Evakuierung seiner Staatsbürger langsamer reagiert als andere europäische Länder.
„Erfolg der Diplomatie“
Nun hat sich die Lage überraschend verändert. US-Präsident Donald Trump verkündete ein Rahmenabkommen mit dem Iran, das den Konflikt entschärfen und die Region stabilisieren soll. Meinl-Reisinger sieht darin einen Erfolg der Diplomatie und bedankte sich ausdrücklich bei Pakistan sowie mehreren Golfstaaten für ihre monatelangen Vermittlungsbemühungen. „Was Waffen nicht geschafft haben, schafft der Verhandlungstisch“, schrieb sie.

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