400.921 Euro – so viel gab das Außenministerium von Beate Meinl-Reisinger allein im ersten Quartal 2026 für Flugreisen aus. Wie die Heute berichtete, brachte eine parlamentarische Anfrage der FPÖ die brisanten Zahlen ans Licht. Zur Erklärung verweist das Ministerium auf gestiegene Preise infolge der Nahostkonflikte sowie die Bewerbung Österreichs für den UN-Sicherheitsrat. Meinl-Reisinger selbst bestieg in drei Monaten acht Mal das Flugzeug – innereuropäisch in der Economy, auf Langstrecke in der Business Class. Schon im dritten Quartal 2025 hatte es eine hitzige Debatte um die damaligen Reisekosten von 261.000 Euro gegeben.

10.000-Euro-Flüge nach New York – und nach Ghana für ein Kulturforum

Am teuersten zu Buche schlugen Arbeitsgespräche bei der UNO in New York: Flüge für die Ministerin und einen einzigen Kabinettsmitarbeiter kosteten 10.735 Euro.  Nur minimal billiger war der offizielle Arbeitsbesuch in Maskat, Riyadh und Abu Dhabi – 10.684 Euro für die Ministerin plus vier Mitarbeiter.

Besonders ins Auge sticht eine Reise von Staatssekretär Sepp Schellhorn: Mit drei weiteren Mitarbeitern flog er in Business- und Economy-Class nach Accra in Ghana – zur Eröffnung eines österreichischen Kulturforums. Kostenpunkt: 5.688 Euro. Dazu kommen noch 15.521 Euro für Mietwagen und Großraumbusse.

FPÖ: „Abgehobene Politik nicht mehr hinnehmbar"

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz lässt kein gutes Haar an den Zahlen: „Es ist wirklich nicht zu glauben, wie unter Meinl-Reisingers Führung das Geld im Außenministerium abgeschafft ist. Da wird kreuz und quer in der Gegend herumgeflogen, während sich immer mehr Österreicher nicht einmal mehr einen Urlaub mit dem Auto leisten können. Diese abgehobene Politik ist wirklich nicht mehr länger hinnehmbar.”

Die Gesamtsumme könnte sich noch leicht reduzieren – das Ministerium erwartet eine Erstattung von 50 bis 75 Prozent der 161.000 Euro für den Rückholflug aus dem Nahen Osten durch die EU.