Das sogenannte „Manila-Experiment“ des burgenländischen Landeshauptmanns Hans Peter Doskozil sorgt für heftige Kritik der FPÖ. Anlass ist die Beantwortung einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) durch die Soziale Dienste Burgenland GmbH. Demnach wurden insgesamt 50 philippinische Pflegekräfte angeworben – Kostenpunkt: 1.794.800 Euro Steuergeld.
FPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Jaksch spricht von einem „Millionendesaster“ und wirft dem Land massive Intransparenz vor. Besonders brisant: Laut Jaksch könne die zuständige Gesellschaft zentrale Fragen nicht beantworten. So sei unklar, wie viele der angeworbenen Pflegekräfte überhaupt noch im Burgenland tätig seien oder ob manche das Land bereits wieder verlassen hätten.
„Planlose Pflegepolitik“
„Fast zwei Millionen Euro verpulvert, keine Kontrolle und am Ende fühlt sich niemand zuständig“, kritisiert Jaksch. Laut der IFG-Antwort gebe es zudem keinerlei Evaluierungen, Analysen oder belastbare Erfolgsberichte zu dem Projekt.
Für die FPÖ ist das ein weiterer Beleg für „planlose Pflegepolitik“. Während Millionen in internationale Anwerbeprojekte flössen, würden bestehende burgenländische Pflegeeinrichtungen zunehmend unter Druck geraten. Auch Soziallandesrat Leonhard Schneemann gerät dabei ins Visier der Freiheitlichen.

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