Die „Initiative Faire Pensionen Österreich“ hat in Eisenstadt ihr „Pensionisten Volksbegehren“ vorgestellt, das bereits seit Mitte März unterstützt werden kann.
Obmann Fritz Kinzlbauer betonte dabei, dass es sich um ein überparteiliches Anliegen handle – auch wenn Unterstützung aus der Politik kommt. Eine alleinige Umsetzung ohne breite Reichweite sei kaum möglich: „Und das ist gewährleistet – dankenswerterweise –, dass mich dahingehend die FPÖ unterstützt.“
Im Kern fordert das Volksbegehren eine vollständige jährliche Anpassung der Pensionen an die Inflation. Damit soll verhindert werden, dass die Kaufkraft von Pensionisten schleichend immer weiter sinkt.
FPÖ sieht politisches Signal
Der burgenländische Landesparteiobmann Alexander Petschnig (FPÖ) sieht im Volksbegehren mehr als nur eine soziale Forderung: „…dass dieses Volksbegehren durchaus auch ein weiterer Sargnagel für diese Koalition, für dieses System sein kann.“
Auch die Seniorensprecherin der Partei, Andrea Schartel, bringt zusätzliche Anliegen ein. Neben finanziellen Forderungen gehe es auch um Zugänglichkeit im Alltag. Sie kritisiert etwa die zunehmende Digitalisierung von Behördenwegen, die für ältere Menschen zur Hürde werden könne.
Bis zu 300.000 Unterstützer erhofft
Die Initiatoren setzen auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Ihr Ziel: bis zu 300.000 Unterschriften. Neben der Inflationsanpassung umfasst das Volksbegehren auch die Forderung nach einem garantierten analogen Zugang zu Behördenleistungen – ein Thema, das insbesondere für ältere Generationen an Bedeutung gewinnt.
Regierung setzt auf strukturelle Reformen
Parallel dazu verfolgt die Bundesregierung einen anderen Ansatz. Im Ministerrat wurde beschlossen, die betriebliche Altersvorsorge auszubauen.
Ziel ist es, diese zweite Säule des Pensionssystems künftig allen Arbeitnehmern zugänglich zu machen – bislang profitieren nur rund 25 Prozent der Beschäftigten davon, da ihre Arbeitgeber freiwillig in Pensionskassen einzahlen.

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