„FPÖ“ und „Moschee“ im Einklang?

Der SPÖ-Politiker weist die Vorwürfe entschieden zurück – und reagiert sichtlich verärgert: „Auf der einen Seite heißt’s wir haben schon eine Koalition mit der FPÖ vereinbart, andererseits bauen wir eine Moschee. Das passt ja wohl nicht zusammen. Den angeblichen Moschee-Plan dementiert Kautz scharf. „Die Stadt Neunkirchen hat weder eine katholische Kirche gebaut, noch eine evangelische Kirche. Und sie wird auch keine Moschee bauen“, stellt er im Kurier klar.

Von der ÖVP zur SPÖ

Doch die politische Konkurrenz gießt weiter Öl ins Feuer. ÖVP-Stadtchef Armin Zwazl spricht von „hartnäckigen Gerüchten“ und fordert Aufklärung: „Die Leute in unserer Stadt fragen sich zurecht: Was ist da dran?“ Kautz vermutet hingegen: Hintergrund der Anschuldigungen sei der Wechsel eines ehemaligen ÖVP-Gemeinderates als Kandidat auf die SPÖ-Liste. „Dieser Kandidat hat für die ÖVP zweimal ein Mandat mit Vorzugsstimmen geholt und deshalb ist die ÖVP hypernervös.“

FPÖ warnt vor „Parallelgesellschaften“

Noch schärfer wird FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler. Er warnt vor „Parallelgesellschaften“ und stellt klar: „Moscheen haben keinen Platz in Neunkirchen.“ Der Freiheitliche setzt im Wahlkampf voll auf das Thema Zuwanderung und verweist auf steigende Zahlen von Nicht-Österreichern in der Stadt. Die Zahlen der Stadtgemeinde Neunkirchen seien eindeutig: die Bevölkerungszahl österreichischer Staatsbürger wären zwischen 2015 und 2025 um 3,5 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Nicht-Österreicher indes laut Statistik Austria um 50 Prozent angestiegen. Besonders brisant sei der Zuwachs aus völlig fremden Kulturkreisen wie Afghanistan und Syrien.

Eskaliert die Härte im Wahlkampf?

Der Wahlkampf in Neunkirchen erhält somit eine echte Härtenote, er wird immer persönlicher. Hinter den Kulissen sprechen bereits viele von einem regelrechten Schmutzkübel-Wahlkampf kurz vor dem Urnengang – das wird sich in den nächsten Tagen nicht ändern.