Shiraz zufolge traf sie Duwaji am Sonntag zufällig in einem Café im Stadtteil Williamsburg. Die 27-Jährige hielt sich wegen eines Termins im israelischen Konsulat in New York auf und erkannte die First Lady der Stadt sofort.
Zunächst sei die Stimmung freundlich gewesen. Shiraz filmte sogar kurz ein Selfie-Video mit Duwaji. Doch nachdem sie sich als „Miss Israel“ vorgestellt habe, sei die Situation gekippt.
In ihrem Instagram-Posting schrieb Shiraz später: „War ich vom Ausgang überrascht? Nicht besonders.“ Es sei leicht, sich zu entschuldigen, ohne das eigene Verhalten tatsächlich zu ändern. Ebenso einfach sei es, sich grundsätzlich gegen Entmenschlichung auszusprechen – deutlich schwieriger sei es jedoch, dies auch im persönlichen Umgang zu leben.
Kritik an früheren Israel-Äußerungen
Besonders irritiert zeigte sich Shiraz darüber, dass Duwaji in der Vergangenheit öffentlich politische Aussagen über Israel gemacht habe, ein persönliches Gespräch jedoch ablehnte. Nach Darstellung der Miss Israel habe sie versucht, ein respektvolles Gespräch zu führen.
„Sie war durchgehend höflich“, schrieb Shiraz auf Instagram weiter. Dennoch sei die Distanz spürbar gewesen, ebenso wie die fehlende Bereitschaft, sich auf ein Gespräch einzulassen.
Duwaji war bereits vor wenigen Wochen in die Schlagzeilen geraten, nachdem ältere Social-Media-Beiträge publik geworden waren. Unter anderem sollen darin israelkritische Aussagen sowie Beiträge mit Bezug zur palästinensischen Terroristin Leila Khaled aufgetaucht sein.
Daraufhin entschuldigte sich die Ehefrau des Bürgermeisters öffentlich und erklärte, sie verstehe den Schmerz, den ihre früheren Online-Aktivitäten ausgelöst hätten.
Keine Stellungnahme aus dem Rathaus
Eine offizielle Reaktion auf die nun veröffentlichte Begegnung blieb bislang aus. Weder Duwaji noch das Büro von Bürgermeister Zohran Mamdani äußerten sich dazu öffentlich.
Mamdani hatte seine Frau zuletzt mehrfach als „Privatperson“ bezeichnet, die keine offizielle Rolle in seiner politischen Arbeit oder im Rathaus innehabe.
Miss Israel als pro-israelische Aktivistin unterwegs
Melanie Shiraz zählt derzeit zu den bekanntesten pro-israelischen Stimmen unter jungen Influencern und Studentengruppen in den USA. Die frühere Mitarbeiterin aus der Tech-Branche reist seit ihrem Sieg bei der Wahl zur Miss Israel durch amerikanische Universitäten und spricht dort über Antisemitismus sowie den Krieg im Nahen Osten.
Erst vor wenigen Wochen geriet sie bei einer Veranstaltung an der Stanford University mit pro-palästinensischen Demonstranten aneinander. Laut US-Medien musste dabei sogar die Polizei einschreiten.

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