Der 49-Jährige legt sowohl sein Mandat im Europäischen Parlament als auch seine Funktion als Co-Vorsitzender der Grünen-Fraktion mit sofortiger Wirkung nieder.
Als Grund nennt Eickhout „Beziehungen, die nicht zu meiner Rolle passten“. In einem persönlichen Statement räumte der langjährige Grünen-Politiker Fehler ein. „Ich habe in der Vergangenheit nicht immer das Richtige getan“, erklärte er. Für sein Verhalten übernehme er die Verantwortung.
Unterstütze unabhängigen Journalismus
exxpress lebt von seiner Community — keine Klarnamen-Pflicht.
- Alle Leser-Features
- 5 Forum-Beiträge pro Woche
- 8 Kommentare pro Tag
- Unterstützer-Badge
- Alle Unterstützer-Features
- 25 Forum-Beiträge pro Woche
- Unbegrenzte Kommentare
- Werbefreies Erlebnis
Rücktritt habe „nichts mit Lena zu tun“
Erst vergangene Woche war öffentlich geworden, dass Eickhout und die österreichische Grünen-Politikerin Lena Schilling ein Paar sind. Die 25-Jährige bestätigte die Beziehung inzwischen selbst. Dennoch weist Eickhout einen Zusammenhang zwischen seinem Rücktritt und der neuen Liebe entschieden zurück.
„Das hat nichts mit der Beziehung zu Lena zu tun“, betonte der Niederländer laut Medienberichten. Welche konkreten Beziehungen oder Vorfälle ausschlaggebend gewesen seien, ließ er allerdings offen.
„Mir fehlt die Energie“
In seinem auf Social Media veröffentlichten Abschiedsstatement erklärte Eickhout außerdem, er habe nach 17 Jahren als EU-Abgeordneter nicht mehr die nötige Energie, um die Partei in der kommenden Phase weiterzuführen. Seine niederländische Partei GroenLinks steht derzeit vor einer Fusion mit den Sozialdemokraten zur neuen Bewegung „PRO“.
„Diese Partei verdient Vertreter, die sich mit voller Energie einsetzen“, schrieb Eickhout. Gleichzeitig sprach er von einer „neuen Ära“, die nun beginne.
Grüner Machtkampf vor Midterms
Der Rücktritt kommt zu einem politisch äußerst sensiblen Zeitpunkt. Anfang 2027 werden im Europäischen Parlament zentrale Führungspositionen neu vergeben. Eickhout galt bislang als einer der wichtigsten Machtfaktoren innerhalb der europäischen Grünen.
Die Grünen-Fraktion reagierte am Mittwochabend mit einer kurzen Stellungnahme. Man respektiere die Entscheidung des Fraktionschefs. Zugleich betonte die Fraktion, dass ein „professionelles und offenes Arbeitsumfeld“ oberste Priorität habe.

Kommentare
Lädt Kommentare...