Der Musiker und Dirigent bestätigte seinen Austritt. Zu den Gründen wollte er sich allerdings nicht äußern. „Ich verzichte auf das Mandat und bin auch nicht mehr Mitglied der NEOS“, erklärte Pointner. Mehr wolle er dazu nicht sagen.
Partei von Rückzug überrascht
Bei den steirischen NEOS soll der Schritt laut Krone für große Irritation gesorgt haben. Laut Partei habe es seit Wochen keinen Kontakt mehr zu Pointner gegeben. Demnach soll er weder auf Anrufe reagiert noch an Sitzungen nach der Gemeinderatswahl teilgenommen haben.
Der langjährige Grazer Gemeinderat will der Politik nun offenbar endgültig den Rücken kehren und sich wieder ganz seiner Karriere als Dirigent widmen.
Wahlpleite als möglicher Auslöser
Als möglicher Grund für den Rückzug gilt auch das enttäuschende Abschneiden der NEOS bei der Grazer Gemeinderatswahl. Die Liberalen verloren leicht und erreichten nur 4,9 Prozent – deutlich weniger als zuletzt prognostiziert worden war.
Durch Pointners Verzicht rückt nun Alexis Pascuttini in den Gemeinderat nach. Dessen Wechsel zu den NEOS hatte parteiintern bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt, da er früher für die FPÖ und später für das KFG politisch aktiv war.
Nächster Rückschlag für die Pinken
Der Austritt ist bereits der zweite schwere personelle Rückschlag für die NEOS innerhalb weniger Wochen. Erst kürzlich war Mitgründer Veit Dengler aus der Partei ausgeschlossen worden und hatte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger öffentlich scharf kritisiert.
Damit wächst der Druck auf die Liberalen weiter – ausgerechnet in einer Phase, in der die Partei eigentlich Geschlossenheit zeigen wollte.

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