Raketen und Drohnen flogen in Richtung amerikanischer Militärstützpunkte und mehrerer Golfstaaten. In Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten heulten die Sirenen. Auslöser der jüngsten Eskalation war der Beschuss des unter zypriotischer Flagge fahrenden Containerschiffs „GFS Galaxy“. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, lediglich Warnschüsse abgegeben zu haben. Das Schiff habe die maritime Sicherheit gefährdet und eine nicht genehmigte Route benutzt. Die Antwort der USA ließ nicht lange auf sich warten.
Trump befiehlt massive Angriffswelle
Auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump griff das US-Militär iranische Stellungen an. Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden insgesamt mehr als 300 Ziele ins Visier genommen. Rund 140 militärische Ziele seien getroffen worden, darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Waffenlager und Marineeinrichtungen. Trotz der Kämpfe betonte das US-Militär, dass Handelsschiffe die strategisch enorm wichtige Straße von Hormuz weiterhin passieren könnten.
„Haltet euer Wort oder zahlt den Preis“
Der Iran reagierte mit scharfen Vorwürfen. Die USA hätten Vereinbarungen gebrochen und versuchten, südlich der Meerenge eine Route durchzusetzen, die einem zuvor geschlossenen Abkommen widerspreche. „Die Zeit der einseitigen Abmachungen ist vorbei. Wir haben es euch gesagt: Haltet euer Wort oder zahlt den Preis“, drohte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf.
Raketen und Drohnen: Alarm in den Golfstaaten
Doch es blieb nicht bei Worten. Die iranischen Revolutionsgarden griffen nach Angaben des Berichts US-Militärbasen in den Golfstaaten und in Jordanien an. In Bahrain heulten in den frühen Morgenstunden die Warnsirenen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Ruhe zu bewahren und sichere Orte aufzusuchen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten Angriffe mit Raketen und Drohnen, die von der Luftabwehr bekämpft wurden. Besonders ernst war die Lage auch in Katar. Die Behörden forderten die Einwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben, sich von Fenstern fernzuhalten und offene Flächen zu meiden. Die Flugabwehr soll einen Raketenangriff abgewehrt haben. Auch in Kuwait wurden „feindliche Ziele“ im eigenen Luftraum gemeldet. Explosionen waren zu hören, während die Luftabwehr gegen die Bedrohung vorging und die Bevölkerung zum Schutzsuchen aufgefordert wurde.
Verhandlungen enden ohne Durchbruch
Während Raketen und Drohnen durch die Region flogen, versuchte die Diplomatie vergeblich, die Situation zu entschärfen. Gespräche zwischen dem Iran und Oman über die Sicherheit in der Straße von Hormuz endeten ohne Durchbruch. Beide Seiten wollen zwar auf politischer und technischer Ebene weiterverhandeln, eine konkrete Einigung gibt es bislang aber nicht. Auch Katar war an den Gesprächen beteiligt und trat als Vermittler zwischen Teheran und Washington auf.
Iranische Zeitung zeigt Trump und Netanyahu im Fadenkreuz
Für zusätzliche Brisanz sorgte unterdessen die iranische Tageszeitung „Hamshahri“. Das Blatt veröffentlichte eine Infografik mit drastischen Rachebotschaften gegen westliche Politiker. Darauf sind Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu mit einem Fadenkreuz auf der Stirn zu sehen. Auch mehrere europäische Regierungschefs werden gezeigt – darunter der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz. „Eine Liste derjenigen, die auf die Vergeltung des iranischen Volkes warten müssen“, lautete die Botschaft. Noch martialischer die dazugehörige Drohung: „Die Verbrecher werden den Wunsch nach einem ruhigen Tod mit ins Grab nehmen.“
Auch die iranische Führung hat nach der Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei Ende Februar Vergeltung angekündigt. Die jüngsten Angriffe zeigen: Die Lage am Persischen Golf ist brandgefährlich – und die strategisch entscheidende Straße von Hormuz steht einmal mehr im Zentrum einer gefährlichen militärischen Eskalation.

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