Die Informationen stützen sich auf ein diplomatisches Memo, das sich auf US- und israelische Geheimdienste beruft. Darin ist von einem kritischen Zustand die Rede. Offiziell bestätigt sind diese Angaben jedoch nicht. Klar ist nur: Chamenei trat seit seiner Ernennung kein einziges Mal öffentlich auf. Weder Reden noch Videoaufnahmen wurden veröffentlicht, lediglich verlesene Erklärungen kursieren.

Bereits nach einem Luftangriff Ende Februar in Teheran, bei dem sein Vater, Ayatollah Ali Chamenei, ums Leben kam, gab es widersprüchliche Berichte über seinen Zustand. Während offizielle Stellen Verletzungen bestätigten, sprachen andere Quellen sogar von einem Koma.

Vorbereitungen in Ghom

Die Situation wirft zunehmend Zweifel an der tatsächlichen Handlungsfähigkeit der iranischen Führung auf. Auch international sorgt das für Aufmerksamkeit: Selbst aus den USA hieß es zuletzt, Gespräche würden nicht mit dem Obersten Führer selbst geführt.

Zusätzliche Spekulationen löst die Lage in Ghom aus. Dort sollen Vorbereitungen für ein größeres Mausoleum laufen. Beobachter sehen darin mögliche Hinweise auf weitere Entwicklungen innerhalb der Führungsspitze. Offiziell hält Teheran an der Darstellung fest, Chamenei sei im Amt.