Aus der Anfragebeantwortung von Innenminister Gerhard Karner geht hervor, dass die Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz zwischen 2021 und 2024 von 3.341 auf 3.718 Fälle gestiegen sind – ein Plus von 10,7 Prozent.

Besonders stark fiel der Anstieg bei ausländischen Tatverdächtigen aus. Während die Zahl der Anzeigen gegen österreichische Staatsbürger im selben Zeitraum lediglich um vier Prozent zunahm, stieg sie bei Fremden um 23,3 Prozent. 2024 entfielen bereits 1.532 Anzeigen auf ausländische Tatverdächtige.

Auch bei den sichergestellten Drogenmengen zeigen die Zahlen erhebliche Veränderungen. So wurden 2024 fast doppelt so viele Marihuana-Produkte wie im Vorjahr sichergestellt. Die Menge an sichergestelltem Cannabiskraut stieg um knapp 95 Prozent auf mehr als 165 Kilogramm.

International vernetzte Tätergruppen spielen wesentliche Rolle

Laut Innenministerium spielen organisierte und international vernetzte Tätergruppen eine wesentliche Rolle. Tirol sei aufgrund seiner Lage an der Brennerroute besonders betroffen. Suchtmittel würden überwiegend aus dem Ausland bezogen und über arbeitsteilig organisierte Netzwerke verteilt. Zudem nutzen Täter zunehmend digitale Kommunikationskanäle sowie Post- und Paketwege.

Im Vergleich zum Bundesländerdurchschnitt stiegen die Tiroler Anzeigen mit 10,7 Prozent doppelt so stark wie im Österreich-Schnitt von 5,3 Prozent.