Nun reagiert die EU mit neuen Vorgaben, berichtet RND. Nach der Zustimmung im EU-Parlament am Dienstag steht die Reform fest. Ziel ist es laut eigenen Angaben, den Handel transparenter zu machen und Missbrauch einzudämmen. Kernstück der Regelung ist eine verpflichtende Kennzeichnung durch Mikrochip. Allerdings gilt: „In frühestens zwei Jahren muss das Gesetz in allen EU-Staaten umgesetzt sein.“
Chip-Pflicht und neue Kontrolle
Nach der Übergangsfrist soll der Chip Standard werden – für Hunde nach längerer Tradition in Österreich nichts Neues, für Katzen hingegen schon. Besonders streng wird es beim grenzüberschreitenden Transport: Ohne Chip sollen Tiere künftig nicht mehr über EU-Binnengrenzen reisen dürfen. Auch der Online-Handel wird reguliert. Anbieter müssen klar identifizierbar sein, Herkunft und Zucht sollen nachvollziehbar bleiben.
Ausnahmen und lange Fristen
Ganz durchgreifend ist die Reform jedoch nicht. Online-Verkäufe bleiben erlaubt, ein Verbot wurde nicht durchgesetzt. Zudem gibt es Ausnahmen für sogenannte Bauernhofkatzen, die weiterhin ohne Chip weitergegeben werden dürfen. Auch die Umsetzungsfristen sind großzügig: bis zu 15 Jahre für Katzen. Kritik an zusätzlicher Bürokratie kam vor allem aus der Landwirtschaft.

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