Kreibich machte dabei keinen Hehl daraus, dass ihm das politische Klima zuletzt nicht mehr zusagte. „Kleinpolitisches, kleinkariertes Geplänkel war nie mein Ding“, betonte er. Stattdessen habe er stets auf Sachpolitik gesetzt.

„Auffassungsunterschiede“

Hinter den Kulissen hatte es zuletzt in der Salzburger ÖVP kräftig gekracht. Kreibichs konsensualer Kurs gegenüber der SPÖ-geführten Stadtregierung sorgte parteiintern für Unmut. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler sprach offen von „Auffassungsunterschieden“ und kündigte an, die Salzburger Volkspartei künftig „jünger, weiblicher und schlagkräftiger“ aufzustellen.

Lob vom politischen Mitbewerb

Während die eigene Partei bereits über die Nachfolge berät, kommt Lob vom politischen Gegner. Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) bedauerte den Rücktritt und hob die „Zusammenarbeit mit Handschlagqualität“ hervor. Auch die Bürgerliste sprach von einem respektvollen Miteinander. Mit Kreibich verliert die Salzburger Stadtpolitik damit einen der wenigen ÖVP-Politiker, der zuletzt auf Ausgleich statt Konfrontation gesetzt hatte.