Ausgangspunkt sind anhaltende Gerüchte über ein mögliches Drogenproblem im Staatsfunk. Laut Hafenecker kursieren seit geraumer Zeit „schockierende Meldungen“ im sogenannten Flurfunk. Demnach soll Kokainkonsum im Umfeld des ORF kein Einzelfall sein. Medienberichte sprechen sogar von Vorwürfen gegen mehrere leitende Mitarbeiter.
„Schneien am Küniglberg?“
Für zusätzliche Brisanz sorgt ein aktuelles Posting von FPÖ-Chef Herbert Kickl. Darin heißt es, es dürfe nicht sein, dass „am Küniglberg Kokainnetzwerke gepflegt werden und niemand etwas unternimmt“. Kickl fordert ebenfalls Konsequenzen – konkret Drogentests im ORF.
Auch Hafenecker sieht dringenden Handlungsbedarf und nimmt die ORF-Führung sowie den zuständigen SPÖ-Medienminister Andreas Babler in die Pflicht: Dieser dürfe sich „nicht länger hinter einer Mauer des Schweigens verstecken“.
Vergleich mit Bundesheer
Der FPÖ-Politiker zieht einen Vergleich zum Bundesheer: Dort seien Drogentests für Rekruten längst Alltag – etwa beim Einrücken oder bei sensiblen Tätigkeiten. „Das kann ich mir durchaus auch für hochbezahlte ORF-Manager vorstellen“, so Hafenecker.
Der ORF werde schließlich über Gebühren finanziert und trage daher eine „besondere Verantwortung“. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohe ein massiver Imageschaden für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Vorwürfe mit Geschichte
Dass es sich nicht um völlig neue Anschuldigungen handelt, zeigt laut FPÖ ein Blick in die Vergangenheit: Bereits in den 1990er-Jahren gab es Berichte über erhöhten Kokainkonsum am Küniglberg. Nun seien ähnliche Gerüchte erneut aufgetaucht – teilweise gehe es dabei nicht nur um Konsum, sondern auch um möglichen Handel.
FPÖ fordert „Aufräumen“ im ORF
Für Hafenecker ist klar: „Hier darf man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“ Angesichts der jüngsten Entwicklungen brauche es eine umfassende Aufklärung und strukturelle Konsequenzen. Ziel müsse ein „politisch unabhängiger und schlanker Staatsfunk“ sein, der das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnt.

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