Die Auffälligkeiten wurden bei einer außerordentlichen Überprüfung entdeckt und betreffen Passausstellungen aus den Jahren 2022 bis 2024. Nach Angaben des Ministeriums wurden sofort weitere Kontrollen eingeleitet und Anzeige erstattet. Wie viele Reisepässe möglicherweise zu Unrecht ausgestellt wurden, ist derzeit noch unklar. Wegen der laufenden Ermittlungen halten sich die Behörden mit Details bedeckt.
Überprüfugen sind am Laufen
Fest steht jedoch: Die Verfahren zur Entziehung jener Pässe, die unrechtmäßig ausgestellt worden sein könnten, wurden bereits eingeleitet, schreibt heute.at. Laut Außenministerium ergaben frühere Kontrollen sowie Überprüfungen anderer österreichischer Vertretungen bisher keine Hinweise auf weitere Verdachtsfälle.
FPÖ als Triebfeder
Der Fall sorgt auch politisch für Wirbel. Die FPÖ fordert umfassende Aufklärung und will wissen, was die Sonderprüfung ausgelöst hat und welche konkreten Ergebnisse sie brachte. Parallel dazu prüft ein interner Krisenstab des Außenministeriums die Abläufe bei der Passvergabe. Gemeinsam mit dem Innenministerium sollen nun strengere Kontrollen entwickelt werden, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz forderte von der Außenministerin “umgehende Aufklärung” und stellte mehrere Fragen: “Was war der konkrete Anlass für diese ,außerordentliche Überprüfung‘? Gab es einen begründeten Verdacht? Wenn ja, welchen? Was ist das konkrete Ergebnis dieser Überprüfung?”Die Ermittlungen der Korruptionsjäger laufen auf Hochtouren.

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