Vucic, dessen reguläre Amtszeit 2017 begann und eigentlich erst 2027 geendet hätte, nannte keinen konkreten Termin. Er kündigte aber an, seine Serbische Fortschrittspartei (SNS) im Wahlkampf aktiv unterstützen zu wollen.

Massive Studentenproteste gaben Ausschlag

Der Rücktritt folgt auf monatelangen Druck durch massive Studentenproteste. Auslöser war der Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad im Jahr 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Demonstranten werfen der Regierung Korruption und schweres Missmanagement vor und fordern seit Monaten einen politischen Neuanfang.

„Spielzeug in fremden Händen“

In seiner Rede ging Vucic seine Gegner noch einmal scharf an. Studenten seien „manipuliert“ worden und als „Spielzeug in fremden Händen“ missbraucht worden, behauptete er. Auch Vorwürfe, Sicherheitskräfte hätten bei Protesten Schallkanonen eingesetzt, wies er erneut als Lüge zurück. Beobachter sehen in der Rücktrittsankündigung jedenfalls einen historischen Wendepunkt für Serbien.