Wöginger hatte Anfang Mai nach dem Schuldspruch seinen Posten als Klubobmann geräumt. Seine Funktion als ÖAAB-Bundesobmann gab er jedoch nicht auf – und will sie nun offiziell verteidigen. Der ursprünglich für April geplante Bundestag war wegen des damals laufenden Gerichtsverfahrens verschoben worden. Nun soll die Entscheidung über seine Zukunft im Herbst fallen.

Seit 2016 in Amt und Würden

Der Oberösterreicher führt den ÖAAB bereits seit 2016 und wurde zuletzt 2021 mit beeindruckenden 96,1 Prozent der Stimmen bestätigt. Für seine neuerliche Kandidatur setzt Wöginger auf ein teilweise erneuertes Führungsteam. Drei neue Stellvertreter sollen den Arbeitnehmerbund laut oe24.at künftig verstärken.

Wird die Verurteilung zum Stolperstein?

Mit seiner Kandidatur setzt Wöginger ein deutliches Signal: Trotz juristischer Turbulenzen und heftiger Kritik will er politisch nicht aufgeben. Ob ihm die Delegierten erneut ihr Vertrauen schenken oder seine Verurteilung zum Stolperstein wird, entscheidet sich Anfang September.