Mehr als 550.000 Euro an öffentlichen Förderungen für den Dokumentarfilm „Wahlkampf“ über SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler sorgen seit Monaten für Kritik. Mit einer parlamentarischen Anfrage wollte die FPÖ nun klären, ob Babler oder Personen aus seinem Umfeld finanziell von dem Film profitiert haben.

Die Antwort des von Babler geführten Kulturministeriums ist knapp: Auf die Frage, ob Zahlungen an Babler oder ihm nahestehende Personen geflossen seien, lautet die Antwort schlicht: „Nein.“ Dasselbe gilt für die Frage, ob vertragliche Regelungen wirtschaftliche Vorteile oder Beteiligungen für Babler oder sein Umfeld vorsehen. Auch hier lautet die Antwort: „Nein.“

Endabrechnung liegt noch nicht vor

Allerdings ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen. Denn eine vollständige Endabrechnung liegt dem Ressort noch gar nicht vor. Als Begründung heißt es: „Nein, da die Frist für die Abrechnung der 30. Juni 2026 ist.“ Erst danach sollen Belege und Zahlungsnachweise im Rahmen einer Endprüfung nochmals detailliert kontrolliert werden.

Das Ministerium betont zudem, das Projekt sei bereits vor der Förderentscheidung überprüft worden. „Es gab keine Anhaltspunkte, die unzulässige Finanzierungen vermuten ließen“, heißt es. Die Projektkommission sei außerdem zum Ergebnis gekommen, dass es sich um „eine unabhängige und beobachtende Dokumentation im Stile des ‚Direct Cinema‘“ handle.