Wer erhält österreichisches Pflegegeld außerhalb der Landesgrenzen? Eine parlamentarische Anfrage bringt dazu nun neue Details ans Licht. Mehr dazu hier!
Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ-Abgeordneten Rosa Ecker an Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) liefert detaillierte Einblicke in den Export österreichischer Pflegegeldleistungen ins Ausland. Demnach bezogen im Jahr 2025 insgesamt 946 Personen außerhalb Österreichs Bundespflegegeld. Die dafür aufgewendeten Kosten beliefen sich auf 6,63 Millionen Euro.
Mit Abstand die meisten Empfänger lebten in Deutschland: 501 Personen erhielten dort österreichisches Pflegegeld. Die Auszahlungen summierten sich auf rund 3,26 Millionen Euro. Dahinter folgen Kroatien mit 97 Beziehern und Ungarn mit 76. Auch in Slowenien, Tschechien, Spanien und Polen wurden Leistungen ausbezahlt.

Die Anfrage zeigt zudem, dass 625 Anträge auf österreichisches Pflegegeld abgelehnt wurden, weil nach den EU-Koordinierungsregeln ein anderer Staat als zuständig galt. Besonders häufig betraf dies Deutschland (287 Fälle), Rumänien (72) und die Schweiz (56).
Laut Ministerium gab es Ende 2025 außerdem 54 minderjährige Pflegegeldbezieher im Ausland. Die meisten von ihnen lebten in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Slowenien. Anspruch besteht etwa dann, wenn ein Elternteil in Österreich beschäftigt ist.
Mehrheit der Empfänger älter als 60 Jahre
Die Altersstruktur der ausländischen Pflegegeldempfänger zeigt, dass die Mehrheit älter als 60 Jahre ist. 334 Personen waren zwischen 61 und 80 Jahre alt, weitere 300 älter als 80 Jahre. Maßnahmen zur Änderung der bestehenden Regeln für den Pflegegeld-Export seien derzeit weder auf Bundes- noch auf EU-Ebene geplant, heißt es in der Anfragebeantwortung.

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