Zuvor hatte Fidesz auf Facebook bekanntgegeben, dass Durchsuchungen in dem Datenzentrum im Gange seien, in dem ihre Server untergebracht sind. “Ermittler der Staatsanwaltschaft sind unangekündigt in dem Datenzentrum erschienen, (…) mit der Absicht, das gesamte Kommunikationssystem der Partei sowie ihre Datenbanken zu beschlagnahmen.” Die “Tyrannei” habe “ein neues Niveau erreicht”, beklagte die Partei.
Nach der Razzia in den Büros seiner Fidesz-Partei rief Orbán zum “nationalen Widerstand” gegen die Regierung von Premier Péter Magyar auf. Mit der 17. Grundgesetzänderung habe sich in Ungarn ein “autoritäres Regime” etabliert, verkündete Orbán und versprach, den demokratischen Rechtsstaat in Ungarn wiederherzustellen. Fidesz werde alle friedlichen Mittel gegen den Machtmissbrauch innerhalb und außerhalb des Parlaments einsetzen.
Magyar kündigte Aufdeckung der "Missbräuche" unter Orbán an
Peter Magyar hatte mit seiner TISZA-Partei bei der Wahl in Ungarn am 12. April eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erobert und der Fidesz-Partei eine empfindliche Niederlage bereitet. An ihrer Spitze hatte Orbán Ungarn seit 2010 ununterbrochen regiert.

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