Laut Anklage soll Luger dem späteren Brucknerhaus-Chef Dietmar Kerschbaum vor dessen Hearing die Fragen der Auswahlkommission zugespielt haben. Der Skandal erschütterte die Linzer Stadtpolitik und führte schließlich zum Rücktritt des langjährigen Bürgermeisters.
Seit 2013 an der Spitze der Stadt
Luger galt jahrelang als starker Mann der Linzer SPÖ. Seit 2013 stand er an der Spitze der Stadt und trieb den Ausbau von Linz als Wirtschafts- und Kulturstandort voran. Innerparteilich war er zwar umstritten, politisch aber lange unantastbar. Laut heute.at hatte er noch kurz vor seinem Rücktritt angekündigt, bis zum Ende der Amtsperiode 2027 im Amt bleiben zu wollen.
Druck wurde immer größer
Als die Affäre schließlich öffentlich wurde, geriet Luger jedoch immer stärker unter Druck. Ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Gutachten konnte den Skandal nicht entschärfen. Im Sommer 2024 zog der Stadtchef schließlich die Konsequenzen und trat zurück.
Verdacht der Untreue
Eigentlich schien eine außergerichtliche Einigung möglich, doch die ursprünglich angedachte Diversion wurde aufgehoben. Nun steht Luger wegen des Verdachts der Untreue vor Gericht. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Ex-Bürgermeister bis zu drei Jahre Haft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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