Eigene Struktur für die Koalitionskoordination

Das Sonderbüro wurde zu Beginn der laufenden Legislaturperiode geschaffen und dient der Koordination innerhalb der Regierungskoalition. Während diese Aufgaben bei ÖVP und SPÖ von Staatssekretären wahrgenommen werden, verfügt das Außenministerium unter Beate Meinl-Reisinger über eine eigene organisatorische Einheit.

Leiter der Koordinierungsstelle ist Armin Hübner, ehemaliger parlamentarischer Klubdirektor der NEOS. Die Struktur wurde seit ihrer Einrichtung schrittweise erweitert.

Weitere personelle Aufstockungen

Laut einer parlamentarischen Anfragebeantwortung wurde das Büro im Jänner 2026 um einen Referenten für Presseangelegenheiten ergänzt. Zudem übernahm der frühere NEOS-Bundesgeschäftsführer Feri Thierry die Funktion des Stabsstellenleiters für „Strategie und Planung“.

Mit Lukas Sustala kommt nun ein weiterer Mitarbeiter mit parteipolitischem Hintergrund hinzu. Er soll künftig die Agenden Budget und Reformpartnerschaft koordinieren.

Kosten im ersten Quartal bei rund 194.000 Euro

Für die neu geschaffene Koordinierungsstelle fielen laut parlamentarischer Anfrage in den ersten drei Monaten des Jahres Kosten in Höhe von 194.295 Euro an. Durch den weiteren personellen Ausbau könnte dieser Betrag im Jahresverlauf noch steigen.

Kritik von der FPÖ

Kritik an der Bestellung Sustalas kommt von der FPÖ. Generalsekretär Michael Schnedlitz bezeichnete die Personalentscheidung in einer Aussendung als „Günstlingswirtschaft auf Kosten der Steuerzahler“. Er warf den NEOS vor, parteinahe Personen in neu geschaffenen Funktionen unterzubringen.

Schnedlitz forderte von Außenministerin Meinl-Reisinger Transparenz über die Kosten der Stelle, die Qualifikationen Sustalas sowie die Frage, ob die Position ausgeschrieben worden sei. Die FPÖ kündigte an, die Personalentscheidung parlamentarisch weiter zu thematisieren.