Der russische Vize-Außenminister Michail Galusin erklärte in einem Interview, Russland und Belarus würden ihre militärische Zusammenarbeit laufend ausbauen und stünden in ständiger Alarmbereitschaft, schreibt die Zeitung „Iswestija“. Im Klartext: Sollte Moskau seine Sicherheit bedroht sehen, schließt der Kreml auch einen Atomwaffeneinsatz nicht aus. Es ist nicht das erste Mal, dass Russland mit seinem Nukleararsenal droht. Doch die neuerliche Warnung zeigt, wie angespannt die Lage weiterhin ist.

Selenskyj setzt auf Trump-Unterhändler

Während Moskau die Muskeln spielen lässt, versucht die Ukraine weiter auf diplomatischem Weg Bewegung in den festgefahrenen Konflikt zu bringen. Präsident Wolodymyr Selenskyj telefonierte mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Ziel sei es, die Friedensbemühungen wieder anzukurbeln und neue Verhandlungen auf den Weg zu bringen.

Tote, Drohnen und brennende Öllager

An der Front und weit hinter den Linien geht der Krieg unterdessen unvermindert weiter. Bei russischen Angriffen auf die Region Charkiw wurden laut ukrainischen Angaben drei Menschen getötet. Gleichzeitig meldet Russland massive Probleme bei der Treibstoffversorgung. Ukrainische Drohnen sollen erneut wichtige Öllager und Energieanlagen getroffen haben. Über mehreren Anlagen stiegen dichte Rauchwolken auf.

Alarm an der NATO-Grenze

Für zusätzliche Brisanz sorgte ein Vorfall in Lettland: NATO-Kampfjets schossen eine Drohne ab, die in den Luftraum des baltischen Bündnisstaates eingedrungen war. Die Behörden vermuten einen Zusammenhang mit russischer elektronischer Kriegsführung.

Krieg ohne Ende?

Mehr als vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion ist ein Ende der Kämpfe weiterhin nicht in Sicht. Während europäische Staaten und die USA auf neue Verhandlungen drängen, verschärft Moskau erneut den Ton – diesmal mit einer offenen Atom-Drohung. Die Botschaft aus dem Kreml ist klar: Russland will zeigen, dass es im Konflikt weiterhin bereit ist, bis zum Äußersten zu gehen.