Im Zuge von Untersuchungen zur umstrittenen Vergabe von Zeremonien für die Aufnahme bedeutender Persönlichkeiten in das Pariser Panthéon planten die Beamten Durchsuchungen an mehreren Schauplätzen – darunter offenbar auch im Herzen der Macht selbst. Doch dort endet der Zugriff abrupt: Der Eintritt in die Diensträume des Élysée wurde ihnen verweigert, wie die Finanzstaatsanwaltschaft Paris mitteilte.
Unternehmen kassierte Millionensummen für jahrelange Organisation
Dem französischen Enthüllungsblatt Le Canard Enchaîné zufolge wurden die Zeremonien 22 Jahre lang, von 2002 bis 2024, von ein und demselben Unternehmen organisiert. Jede der Feierlichkeiten sei mit rund zwei Millionen Euro in Rechnung gestellt worden. Der Zeitung zufolge wollen die Finanzfahnder herausfinden, ob das Unternehmen Unterstützung aus dem Élysée, dem Kulturministerium oder dem für die Vergabe zuständigen Zentrum für staatliche Monumente CMN erhalten haben könnte.
In dem ursprünglich als Kirche geplanten Pantheon werden seit der Französischen Revolution wichtige Vertreter des Landes wie Victor Hugo, Émile Zola, Voltaire oder Rousseau geehrt. Es kommt nur sehr selten vor, dass Menschen neu in den Pantheon aufgenommen werden.

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