Jahrelang floss viel Steuergeld – jetzt ist Schluss: Nach dem Stopp der Bundesförderung steht die NGO ZARA vor dem Aus. 18 Mitarbeiter wurden bereits gekündigt.

Fördermillionen – jetzt kommt der Bruch

Die Anti-Rassismus-Organisation ZARA verliert ihre wichtigste Geldquelle. Noch bis 2025 erhielt der Verein jährlich bis zu 330.000 Euro aus dem Familienministerium. Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren mehrere Hunderttausend Euro an Steuergeldern. Doch damit ist nun Schluss: Die beantragte Förderung für 2026 wurde nicht mehr genehmigt.

Die Folgen sind drastisch. Bereits jetzt kann ZARA nur mehr eingeschränkt arbeiten, ab Juni droht die komplette Einstellung des Betriebs. Besonders brisant: Die gesamte Belegschaft – 18 Mitarbeiter – wurde bereits gekündigt. Betroffen sind sowohl die Meldestelle „Hass im Netz“ als auch die klassische Anti-Rassismus-Beratung.

Bundesministerin Claudia Bauer für Europa, Integration und Familie.
Bundesministerin Claudia Bauer für Europa, Integration und Familie.

Regierung zieht die Reißleine

„Im Hinblick auf den Ministerratsvortrag vom 4. März 2026, in dem sich die Bundesregierung zu den Ergebnissen der Förder-Taskforce und dem zugehörigen Bericht zur Neuausrichtung der Förderungslandschaft in der Republik Österreich – und damit auch der Entwirrung von Kompetenzen, um Mehrfachförderungen zu verhindern – sowie zur Absenkung der Förderungsbasis bekennt, müssen in allen Bereichen Einsparungen vorgenommen werden. Daher kann die beantragte Förderung nicht gewährt werden“, heißt es aus dem Ministerium.
Gleichzeitig wird betont, dass weiterhin Projekte in Bereichen wie Familienberatung, Gewaltprävention und Kinderschutz unterstützt werden. „Gewaltschutz und Gewaltprävention sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, zu deren Erfüllung mehrere Ministerien Verantwortung tragen.“

Signal gegen den NGO-Komplex?

Der Fall ZARA könnte über den Einzelfall hinausgehen. Seit Jahren wächst die Kritik an staatlich finanzierten NGOs, die mit öffentlichen Geldern politische oder gesellschaftliche Agenden verfolgen. ZARA stand dabei immer wieder im Fokus – etwa wegen seines jährlichen „Rassismusberichts“, dessen Methodik von Kritikern als undifferenziert bezeichnet wird.