Nach Ansicht der beiden FPÖ-Politiker gehe es längst nicht mehr nur um die Person Walter Ruck. Unabhängig davon, ob dieser im Amt bleibe oder ausscheide, würden die bestehenden Strukturen in der Wirtschaftskammer fortbestehen.
Nepp und Zmuegg werfen Wirtschaftsbund, SPÖ und dem Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband vor, die Kammer untereinander aufzuteilen. Gleichzeitig kritisieren sie auch UNOS und die Grüne Wirtschaft, die ihrer Ansicht nach das bestehende System mittragen würden.
Kritik an Kammer und Stadtpolitik
Die FPÖ argumentiert, die Wirtschaftskammer beschäftige sich zu sehr mit internen Machtfragen, während Unternehmer unter hohen Abgaben, Bürokratie, steigenden Energiekosten und der Wirtschaftspolitik der Wiener Stadtregierung leiden würden.
Aus Sicht der Freiheitlichen brauche es deshalb einen grundlegenden Kurswechsel. Die Kammer müsse wieder stärker die Interessen der Betriebe vertreten und sich auf wirtschaftliche Entlastung sowie den Abbau bürokratischer Hürden konzentrieren.
Forderung nach Systemwechsel
Nepp und Zmuegg kündigten an, die FPÖ und die Freiheitliche Wirtschaft würden für einen „Systemwechsel“ in der Wirtschaftskammer eintreten. Dazu zählen nach ihren Angaben unter anderem der Abbau bestehender Machtstrukturen, die Abschaffung der Kammerumlagen sowie ein Ende des Postenschachers. Die Unternehmer hätten Anspruch auf eine Interessenvertretung, die ihre Anliegen konsequent vertrete, erklärten die beiden FPÖ-Vertreter.

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