Für SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler wird die Lage immer ungemütlicher. Mehrere aktuelle Umfragen zeichnen ein düsteres Bild für die Sozialdemokraten: In der jüngsten INSA-Erhebung für exxpress fällt die SPÖ auf nur noch 18 Prozent zurück, während die FPÖ mit 39 Prozent knapp an der 40-Prozent-Marke kratzt.
Noch dramatischer fällt eine aktuelle IFDD-Umfrage für die Krone aus. Dort kommt die SPÖ nur noch auf 15 Prozent und liegt damit nur noch zwei Prozentpunkte vor den Grünen. Meinungsforscher Christoph Haselmayer spricht vom schlechtesten jemals gemessenen Bundeswert für die SPÖ unter Andreas Babler und sieht die Partei auf den Spuren der deutschen SPD.

Die schlechten Werte bleiben parteiintern nicht ohne Folgen. SPÖ-Bundespräsidiumsmitglied Roland Fürst brachte zuletzt sogar mögliche Neuwahlen im Herbst öffentlich ins Spiel und verwies dabei auf die angespannte politische Lage.
Für zusätzliche Spekulationen sorgt nun ein Bericht von Oe24. Darin wird unter Berufung auf parteiinterne Quellen behauptet, mehrere SPÖ-Landeschefs würden sich bereits mit möglichen Nachfolgern für Babler beschäftigen. Eine offizielle Bestätigung gibt es allerdings nicht. Die Nervosität innerhalb der Partei nimmt allerdings sichtlich zu.
Kommt es zu Neuwahlen?
Für die ohnehin angeschlagene Dreierkoalition wäre ein offener Führungsstreit in der SPÖ ein weiteres Belastungsproblem. Nach den anhaltenden internen Konflikten bei den NEOS droht der Regierung damit die nächste politische Baustelle. Zwar gelten Neuwahlen derzeit weiterhin als unwahrscheinlich, doch die wachsende Unruhe innerhalb der Koalitionsparteien erhöht den Druck auf die Bundesregierung zusätzlich.

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