Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASNIM wurde Sonntag früh ein Mann erhängt. Er wurde demnach zuvor unter anderem wegen Mitgliedschaft in der sunnitischen Rebellengruppe Jaish al-Adl und für Anschläge auf Streitkräfte verurteilt. Organisationen wie Amnesty International und Iran Human Rights kritisieren, dass die Urteile oft in unfairen Schnellverfahren und auf Basis von unter Folter erpressten Geständnissen ergehen.

Erst am Samstag war ein Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Jänner exekutiert worden. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights mindestens 1.639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr.