Schellhorn macht wieder Schlagzeilen – und wieder keine guten. Wie sein Büro gegenüber Selektiv bestätigte, wird entgegen der ursprünglichen Ankündigung morgen im Ministerrat kein zweites Entbürokratisierungspaket präsentiert. Statt eines „einzelnen großen Präsentationstermins” sollen die nächsten Schritte künftig „laufend vorgestellt” werden – wann konkret, bleibt offen.

Die Bilanz bis dato: Von 113 im Dezember präsentierten Maßnahmen wurden 14 umgesetzt. Während Schellhorn also liefern sollte, fand er offenbar Zeit für andere Projekte – zuletzt sorgte er mit der Ankündigung eines Buches über seine Zeit in der Politik für Empörung.

Für die zweite Welle wurde immerhin eine Studie bei „EcoAustria” in Auftrag gegeben – wissenschaftliche Begleitung für einen Prozess, der bisher wenig zu zeigen hat.

„Schrittweise Umsetzung" statt großer Wurf

Der Fokus liege nun auf „konkreten Vereinfachungen” – einzelne Maßnahmen seien bereits „in Koordinierung.” Für Juni stehen Digitalisierung und Reformpartnerschaft im Mittelpunkt.

Schellhorn, der 240.000 Euro im Jahr verdient und zuletzt mit seinem Buch für Schlagzeilen sorgte, liefert einmal mehr weniger als versprochen. Entbürokratisierung auf Hochtouren – nur eben ohne sichtbares Ergebnis.