Im Kampf gegen die Energiekrise fordert EU-Abgeordnete Lena Schilling, gemeinsam mit weiteren Grünen, ein EU-weites Verbot von Privatjets. In einem Schreiben wandte sie sich dazu an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ihre Begründung: Mehr Gerechtigkeit beim Sparen. Denn: „Wenn wir in Europa Kerosin sparen wollen, müssen wir dort ansetzen, wo der Verbrauch pro Kopf am höchsten ist: bei den Superreichen und ihren Privatjets“.
„Superreiche“ im Visier
Für Schilling ist die Stoßrichtung klar. „Während sich Millionen Menschen fragen, wie sie sich den Weg zur Arbeit noch leisten sollen, starten Privatjets weiter, als wäre nichts passiert“, kritisiert sie. Vor allem wohlhabende Flugreisende nimmt sie dabei ins Visier: „Wenn wir in Europa Kerosin sparen wollen, müssen wir dort ansetzen, wo der Verbrauch pro Kopf am höchsten ist: bei den Superreichen und ihren Privatjets.“
Schilling fordert ein temporäres Verbot für nicht notwendige Privatjet-Flüge in der gesamten EU. Zusätzlich sollen Ankünfte und Betankungen aus Nicht-EU-Staaten eingeschränkt werden – Ausnahmen soll es nur für medizinische, humanitäre oder staatlich notwendige Einsätze geben.
Große Geste, k(l)eine Wirkung?
Schilling sieht darin auch ein Signal in Richtung Fairness. „Wenn es der Kommission ernst ist mit dem Energiesparen, dann muss sie alle Teile der Gesellschaft in die Pflicht nehmen.“
Krisen seien ein Stresstest für Gerechtigkeit, so Schilling. Wenn weiterhin vor allem die breite Bevölkerung belastet wird, während andere kaum Einschränkungen spüren, droht die Unterstützung für politische Vorhaben zu erodieren. Die Wirksamkeit dieser Maßnahme bleibt fragwürdig.

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