Die ÖVP wird blau und grün – zumindest in Klagenfurt. Während die Bundespartei weiter auf Schwarz setzt, streicht die Stadtpartei die traditionelle Farbe jetzt aus ihrem Auftritt. Künftig dominieren Dunkelblau und Limettengrün die Plakate von Spitzenkandidat Julian Geier, das berichtete die Krone. Ein Farbwechsel mit großer Botschaft: Die Klagenfurter VP will sich sichtbar von der Bundespolitik distanzieren.
Offensichtlich wenden sich die Funktionäre von Schwarz ab aufgrund der schlechten Performance der Bundespartei und der Unzufriedenheit mit der aktuellen Koalition. Geier spricht offen aus, was viele in der Partei denken: Die Bundesregierung beruhige zwar, liefere aber zu wenig Reformen. Statt neuer Steuern brauche es Entlastung und mehr Geld für Gemeinden.
„Neu, offen, anders“
In den kommenden Wochen startet die Stadtpartei eine große Werbekampagne. Geier setzt dabei auf den Slogan „Neu, offen, anders“ – inklusive persönlicher Telefonnummer auf den Plakaten. Der 31-Jährige will vor allem Nichtwähler zurückholen und die ÖVP zur unverzichtbaren Kraft in Klagenfurt machen.
Auch inhaltlich präsentiert sich Geier als Sanierer: Durch weniger Nachbesetzungen im Magistrat und neue Regeln für Überstunden will er in fünf Jahren 20 Millionen Euro sparen. Die Stadt brauche „Politik mit Hausverstand“ statt „realitätsferner Beschlüsse“, so der Wirtschaftsstadtrat.

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