Der Élysée-Palast gab rasch Entwarnung: Macron befand sich zum Zeitpunkt der Explosionen bereits im Präsidentenpalast bei Gesprächen mit Syriens Interimspräsident Ahmed al-Sharaa und blieb unverletzt. Sein Besuch werde wie geplant fortgesetzt, hieß es aus Paris.

Gewaltige Rauchwolken, Straßensperren

Augenzeugen berichteten von gewaltigen Rauchwolken über dem Stadtviertel. Mehrere Krankenwagen und Sicherheitskräfte eilten zum Explosionsort, zahlreiche Straßen wurden weiträumig abgesperrt. Ob sich der Anschlag gezielt gegen den französischen Präsidenten richtete oder ein anderes Ziel hatte, ist derzeit völlig unklar. Eine Bekennung lag zunächst nicht vor.

Hochgefährlicher Staatsbesuch

Macrons Reise gilt als historisch und zugleich hochgefährlich: Er ist der erste westeuropäische Staatschef, der Syrien seit dem Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 besucht. Aus Angst vor möglichen Anschlägen hatten die französischen Behörden den Besuch bis zu seiner Ankunft geheim gehalten. Ziel der Reise sind Gespräche über den Wiederaufbau Syriens sowie eine Annäherung an die neue Übergangsregierung.

Sicherheitslage äußerst angespannt

Die Sicherheitslage in Syrien bleibt jedoch äußerst angespannt. Erst vergangene Woche riss ein Bombenanschlag auf ein Café in Damaskus zehn Menschen in den Tod, mehr als 20 weitere wurden verletzt. Die jüngsten Explosionen zeigen erneut, wie instabil die Lage in dem Bürgerkriegsland trotz des Machtwechsels weiterhin ist.