Der Vorfall ereignete sich nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Nach Angaben der rumänischen Behörden hatte Russland erneut Ziele in der Ukraine nahe der Donau mit Drohnen attackiert. Eine der Drohnen drang dabei in den rumänischen Luftraum ein und schlug in einem Wohnblock ein. Im zehnten Stock brach Feuer aus, Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot an.
F16 stiegen in die Luft
Die Lage wurde offenbar so ernst eingeschätzt, dass Rumänien umgehend zwei F-16-Kampfjets sowie einen Militärhubschrauber zur Überwachung des Luftraums entsandte. Spezialisten für Sprengstoffe wurden ebenfalls zum Einschlagsort geschickt.
Nicht der erste Vorfall
Besonders brisant: Es ist nicht das erste Mal, dass russische Drohnen in Rumänien einschlagen. Bereits vor wenigen Wochen stürzte eine Drohne in Galati ab und beschädigte ein Gebäude. Immer wieder werden im Grenzgebiet Trümmer russischer Fluggeräte gefunden.
Angespannte Lage an der NATO-Grenze: Zwischenfälle als Einzelfall?
Galati liegt direkt an der Donau und nur wenige Kilometer von der Ukraine sowie der Republik Moldau entfernt. Die Region gilt seit Jahren als besonders sensibel, weil Russland regelmäßig den nahegelegenen ukrainischen Donauhafen Reni angreift. Der neuerliche Einschlag dürfte die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges neu anheizen. Während Russland seine Drohnenangriffe fortsetzt, steht nun erneut die Frage im Raum: Wie oft kann ein NATO-Staat solche Zwischenfälle noch als „Einzelfall“ verbuchen?

Kommentare
Lädt Kommentare...