Alle Maßstäbe werden drastisch angehoben, nachdem Schweden ursprünglich als Vorzeigeland punkto Migration gegolten hat. Aber nach Jahren voller Gewalt, Nogo Areas und der teilweise höchsten Vergewaltigungsrate in der EU, greift der Staat durch. Gemäß den überarbeiteten Anforderungen müssen Bewerber ab dem 6. Juni acht Jahre lang in Schweden gelebt haben, statt bisher fünf. Sie müssen außerdem ein stabiles Einkommen von mindestens 2.030 € pro Monat (22.000 Kronen) vor Steuern nachweisen. Es gelten auch strengere Bedingungen in Bezug auf Kriminalität und Finanzgebaren, wobei Antragsteller weder vorbestraft noch ausstehende Schulden haben dürfen.
Schwedendemokraten räumen auf
Bewerber müssen außerdem ihre Kenntnisse über Schweden und die schwedische Gesellschaft durch das Bestehen eines Tests nachweisen. Die Schwedendemokraten, die die Reformen vorangetrieben haben, haben den Schritt verteidigt: „Wir räumen nach Jahrzehnten schlecht verwalteter Migrationspolitik auf, um ein Land wiederherzustellen, in dem das Wohlergehen der Bürger wieder wichtig ist und in dem die Sicherheit wirklich wiederhergestellt werden kann“, sagt die Partei. Mehr als 100.000 Menschen warten derzeit auf die Entscheidung über die Staatsbürgerschaft, aber nach dem neuen Rahmen gelten die Regeln für alle, auch für zuvor eingereichte Anträge.
Die linken Parteien sind fassungslos
Oppositionsparteien wie die Sozialdemokratische Partei Schwedens, die Zentrumspartei, die Linkspartei und die Grünen hatten auf Übergangsregelungen gedrängt, um die unmittelbaren Auswirkungen der Änderungen abzumildern. Die Verabschiedung des Gesetzes hat zu politischen Kontroversen geführt, insbesondere hinsichtlich der Art und Weise, wie es vereinbart wurde. Nach Angaben des schwedischen Senders SVT haben Oppositionsparteien den Schwedendemokraten vorgeworfen, bei der Abstimmung gegen das parlamentarische Paarungssystem verstoßen zu haben. Die neue schwedische Gesetzgebung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten Länder der Europäischen Union mit Ausnahme Spaniens ihre Einwanderungsgesetze verschärfen.

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