Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Vorstoß von ÖVP-Staatssekretär Alexander Pröll. Er brachte ein Verbot des Ramadan-Fastens für Kinder unter 14 Jahren ins Spiel. Seine Begründung: Berichte aus Schulen über Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und gesundheitliche Beschwerden bei betroffenen Schülern, wie der e

berichtete.

Probleme im Schulalltag

Während des Ramadan verzichten gläubige Muslime tagsüber auf Essen und Trinken – je nach Jahreszeit bis zu 16 Stunden lang. Auch viele Kinder beteiligen sich daran. Laut Pädagogen kommt es dabei immer wieder zu Problemen im Schulalltag. Lehrer berichten von erschöpften Schülern, Leistungseinbußen und sogar Kreislaufproblemen. In Einzelfällen sollen Kinder während des Unterrichts zusammengebrochen sein.

Probleme im Schulalltag

Während des Ramadan verzichten gläubige Muslime tagsüber auf Essen und Trinken – je nach Jahreszeit bis zu 16 Stunden lang. Auch viele Kinder beteiligen sich daran. Laut Pädagogen kommt es dabei immer wieder zu Problemen im Schulalltag. Lehrer berichten von erschöpften Schülern, Leistungseinbußen und sogar Kreislaufproblemen. In Einzelfällen sollen Kinder während des Unterrichts zusammengebrochen sein.

Fasten als Wettbewerb

Besonders kritisch sehen Experten und Pädagogen, dass das Fasten unter Schülern teilweise zu einem regelrechten Wettbewerb wird. Manche Kinder würden sich gegenseitig messen, wer länger ohne Nahrung und Getränke durchhält. Pröll fordert deshalb eine klare Grenze. „Eigentlich müsste man auch das Ramadan-Fasten für Kinder unter 14 Jahren verbieten“, erklärte er. Damit dürfte der Staatssekretär eine politische Debatte neu entfacht haben, die weit über die Schulen hinausreicht.

Debatte löst Emotionschaos aus

Während Befürworter auf den Schutz der Gesundheit und die Bildungschancen von Kindern verweisen, sehen Kritiker einen möglichen Eingriff in die Religionsfreiheit und das Erziehungsrecht der Eltern. Die Umfrage spricht jedenfalls eine deutliche Sprache. Neun von zehn Teilnehmern wünschen sich strengere Regeln für das Fasten von Kindern – und verleihen der ohnehin emotional geführten Debatte zusätzlichen Zündstoff.